SWR: Der Traum von einer neuen Tischtennis-Hochburg an der Donau

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Der TTC Neu-Ulm kommt aus dem Nichts und startet in der Tischtennis-Bundesliga – ganz ohne Aufstieg oder Geschichte. Klub-Gründer Florian Ebner träumt von einer Hochburg an der Donau.

Mit einer Wildcard darf der TTC Neu-Ulm gleich von Null auf Hundert durchstarten. Das Kuriose: Den TTC Neu-Ulm gibt es erst seit März. Weil die sportlichen Aufsteiger aus der 2. Liga nicht in der Bundesliga antreten wollten, war plötzlich einer von zwölf Startplätzen frei. Das war die Chance für den Ulmer Medien-Unternehmer und Tischtennis-Fan Florian Ebner. Er investierte etwa 300.000 Euro und gründete den neuen Verein.

„Tischtennis ist ein toller Sport“

„Tischtennis ist ein toller Sport. Das fand ich schon immer“, erzählt Ebner im SWR-Interview. „Im Besonderen war natürlich die Frage, welche Sportart wir in Ulm zusätzlich zum Basketball noch gut betreiben könnten?“

Irgendwann stellte er sich die Frage, „ob wir mit Ulm/Neu-Ulm nicht auch ein Tischtennis-Team stellen könnten. Dann kam die Antwort, dass es einen Lizenz-Vergabe-Prozess gibt, da sei sogar eine Wildcard vorgesehen. Um die könnten wir uns gerne bewerben“.

Kurzer Draht und ein überzeugendes Konzept

Gesagt, getan, geschafft. Florian Ebners kurzer Draht zum Deutschen Tischtennis-Bund – unter anderem wird sein Verlag ab 2020 das Magazin „Tischtennis“ für den DTTB herausbringen – dürfte auf Ebners Weg geholfen haben. Doch er konnte beim DTTB auch sportlich und wirtschaftlich punkten: „Wir haben ein sehr überzeugendes Konzept aus Neu-Ulm bekommen, und dem haben wir stattgegeben“, sagte Bundesliga-Geschäftsführer Nico Stehle im SWR-Interview. „Es ist letztendlich besser, dass wir eine volle Liga haben und somit um Abstiegsplätze kämpfen werden.“ Stehle spricht von einem „erfolgsversprechenden Modell“ und ist überzeugt, „dass wir die Wildcard an einen Verein vergeben, der Substanz hat“.

Der 38-Jährige sieht großes Potenzial: „Ich glaube schon, dass wir, wenn das Konzept so umgesetzt werden kann, tolle Events kreieren können und perspektivisch noch ein Standort dazukommt, der Tischtennis-Deutschland mit entwickeln und prägen kann.“

Der Traum von der großen Arena

Aktuell sucht Klub-Boss Ebner noch nach einer geeigneten Halle. Doch der 49-Jährige träumt von einzelnen Spielen gegen die ganz großen Klubs in der Neu-Ulmer Arena. Doch unabhängig von der Spielstätte will der TTC eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken. Dafür konnte Ebner ein paar Hochkaräter verpflichten: Hao Shuai und Cui Qinglei aus China, der WM-Halbfinalist An Jaehyun aus Korea und der Weltranglisten-35. Gustavo Tsuboi aus Brasilien werden ab Sommer für Neu-Ulm an die Platte gehen.

Doch der Weg zu einem neuen Team war steinig: „Nachdem uns mehr oder weniger die ganze Fachwelt im Tischtennis prophezeit hatte, dass wir zu spät dran sind, hatten wir keinen Plan, sondern sind nach dem Prinzip………..

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